Fürst Hermann von Pückler-Muskau

  • 20.03.2019

Fürst Hermann Ludwig Heinrich von Pückler-Muskau wurde am 30. Oktober 1785 auf Schloss Muskau geboren. Bereits mit 7 Jahren wurde er in Internate geschickt. Im Alter von 15 Jahren immatrikulierte er an der Universität Leipzig. Sein Studium der Rechtswissenschaften brach er beizeiten ab und entschied sich 1802 für eine militärische Laufbahn im „Sächsischen Garde du Corps“ in Dresden. Während der Völkerschlacht in Leipzig fungierte er als Oberstleutnant und Generaladjutant des Herzogs Karl-August von Sachsen-Weimar-Eisenach und in den Feldzügen gegen Napoleon war er Verbindungsoffizier zum russischen Zaren Alexander I. 1812 reiste er mit seinem Freund Leopold Schefer, dem er 1811 die Verwaltung des Parks Muskau übergeben hatte, zum ersten Mal nach England. Dort war er von den „Englischen Parks“ so begeistert, dass seine Leidenschaft für die Gartenkunst entflammt war. 1815 begann er in Muskau mit der Gestaltung des Landschaftsparks. Ab 1819 arbeitete er mit Karl Friedrich Schinkel zusammen, der die Planungen für die Parkarchitekturen übernahm.

Mit der Gestaltung des Muskauer Parks geriet Pückler in finanzielle Schwierigkeiten, so dass er diesen 1845 verkaufen und seinen Wohnsitz nach Branitz verlegen musste. Seit 1696 gehörte das Anwesen in Branitz der Grafenfamilie Pückler. 1785 verlegte  sie ihren Wohnsitz nach Muskau und verpachtete Branitz. 1846 begann Pückler mit der Gestaltung des Branitzer Landschaftsparks (600 Hektar) nach englischem Vorbild. 1850 legte er die Pyramidenebene und 1856 die Seepyramide, seine spätere Begräbnisstätte, an. Von 1860 – 1863 schuf er die zwölfstufige Landpyramide, die als Grabstätte für seine Ehefrau Lucie von Pückler-Muskau vorgesehen war. Pückler, der am 4. Februar 1871 starb und  am 9.Februar in der Seepyramide beigesetzt wurde, gehört zu den bedeutendsten Gartenkünstlern des 19. Jahrhunderts.                                 

Der Park in Bad Muskau, der zu zwei Dritteln auf polnischem und einem Drittel auf deutschem Staatsgebiet liegt, gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe, welches von der Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau verwaltet wird. Seit 1995 gehört der Branitzer Park zur Stiftung  Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz. Der Park steht als Gartendenkmal auf der Denkmalliste des Landes Brandenburg. Angestrebt wird die Aufnahme in das UNESCO-Weltkulturerbe.

-Kerstin Rathsack- (Einrichtngsleitung)

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